Herren 2 – 3. Spieltag (2016/17): Das Spitzenspiel!!!!

Endlich war es soweit, darauf hatten die gesamte Mannschaft des DJK II sowie die geneigten Leser unserer Spieltagsberichte schon wochenlang hingefiebert – am Samstag stand das Spitzenspiel gegen die 1. Mannschaft des TSV Wedding an. Erster gegen Zweiter! Die beiden einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften der Bezirksliga im direkten Duell! Lediglich der eine verlorene Satz der Weddinger sorgte dafür, dass wir als Tabellenführer auf dem Papier wohl als leichter Favorit galten. Angesichts des sich anbahnenden Dreikampfes um die Tabellenspitze zwischen den Weddingern, EBT und uns und zwei Aufstiegsplätzen, wusste jeder wieviel ein Sieg, aber auch eine Niederlage, am Ende der Saison bedeuten könnte.

Doch zunächst hatten wir größere Sorgen als den TSV. Dank eines mannschaftlich geschlossenen Aussetzers hatten wir die Spieltagsverlegung, die zwei Wochen vorher neben unserer Tabelle veröffentlicht worden war, als einzige nicht mitbekommen und standen versammelt vor der ursprünglichen Halle und guckten blöd aus der Wäsche 🙁 (Außer Philipp, der sah trotz der widrigen Umstände wieder einmal blendend aus 🙂 ) Zum Glück war die Ersatzhalle nur zehn Minuten Autofahrt weg, sodass wir um kurz vor halb mit dem Einspielen beginnen konnten und halbwegs vorbereitet in dieses so immens wichtige Spiel gehen konnten.
Bis auf Andy „the Bertge“, den amouröse Angelegenheiten nach Mainz reisen ließen, und Henry, der leider immer noch an einer langwierigen Kapselverletzung laboriert, war der ganze Kader einsatzbereit. Auch Christian, unser iberischer Halbgott, war zur allgemeinen Freude nach längerer Verletzungsauszeit wieder an Bord. Wir begannen mit Robin auf Diagonal, Markus und Chris auf Annahme-Außen, den siamesischen Zwillingen Thomas und Thomas auf Mitte, Johannes im Zuspiel und Philipp als Libero.
Rein ins Spiel. Der erste Satz verlief leider alles andere als erfolgreich. Hier machte sich wohl die hektische Anreise und die verkürzte Erwärmung bemerkbar. Wir agierten unpräzise und hektisch im Zuspiel, die Angreifer ließen sich ein ums andere Mal von dem überragenden Block der Weddinger abkochen – so wurde Robin gleich zweimal vom Einerblock des besten Akteurs des TSVs in seine Schranken gewiesen – und unser Block und unsere Abwehr bekamen keine Hand an die gegnerischen Angriffe. Doch zum Ende des Satzes schwammen wir uns langsam frei und kamen durch einen ruhigeren Spielaufbau und eine gute Abwehrleistung noch auf einen Punkt heran. Trotzdem verloren wir den Satz mit zwei Punkten und mussten damit den ersten Satzverlust der Saison hinnehmen. Damit war allen klar das wir im zweiten Satz liefern mussten, wenn wir noch drei Punkte holen wollten.
Unverändert begannen wir den zweiten Durchgang und dieser sollte unter gänzlich anderen Vorzeichen ablaufen. Gleich zu Beginn konnten wir uns durch eine überragende Leistung im K2 absetzen und eine beruhigende Führung herausspielen. Die Weddinger hatten Mühe bei uns einen Ball auf den Boden zu kriegen und wir machten Punkt um Punkt aus der Abwehr heraus. Unsere Annahme um Chris, Markus und Philipp, die im ersten Satz schon solide war, steigerte sich noch einmal und ermöglichte einen präziseren und variantenreicheren Spielaufbau, sodass der Weddinger Block an Dominanz einbüßte. Als Robin einen Aufsteiger über Kopf auf den vierten Meter drosch, war das Publikum (Dank an dieser Stelle an Tino – Name von der Redaktion geändert 🙂 ) nicht mehr auf den Sitzen zu halten und verwandelten die Halle der SG Fernsehen in ein wahres Tollhaus. Schlussendlich gewannen wir diesen Satz sehr souverän mit 25:16 und somit war das Gleichgewicht wieder hergestellt.
Der dritte Durchgang gestaltete sich sehr ausgeglichen, vielleicht mit leichten Vorteilen für uns, sodass wir meistens knapp in Führung lagen. Die Annahme war weiterhin mehr als stabil, sodass wir ein gutes Fundament hatten, um den Weddingern unser Spiel aufzudrücken. Leider schlichen sich immer wieder Ungenauigkeiten im Zuspiel ein, sodass wir den Weddingern nicht vorentscheidend davonziehen konnten. Am Ende mussten wir sogar um den Satzverlust bangen, als wir eine Dreipunkte-Führung nicht zum Satzgewinn veredeln konnten. Doch es war Markus, der, beim Stand von 24:24 und Läufer 4, einen schwierigen Pass über Außen zu verwandeln wusste und anschließend den Satz mit einem Servicewinner für uns eintütete – einfach magisch :). Der erste Punkt war eingefahren. Doch wir wollten mehr.
Den vierte Durchgang begannen wir immer noch unverändert und sehr konzentriert. Zur Mitte des Satzes konnten wir uns auf acht Punkten Vorsprung absetzen. Entgegen kamen uns dabei diverse Unkenntnisse seitens des TSV bezüglich der Nummerierung der Spielfeldpositionen, die uns dadurch zwei Punkte in Folge schenkten und Markus, der eigentlich mit einem Fehlaufschlag gestartet war, zu einer senationellen 5-Punkte-Auschlagserie verhalfen. Sollte das schon die Vorentscheidung gewesen sein? Mitnichten. Die Mental-Künstler des DJK II schafften es in beeindruckender Manier diesen Vorsprung zu verspielen und bei 21:21 noch den Ausgleich hinzunehmen. Doch wie im dritten Satz hielten zumindest ganz zum Ende unsere Nerven stand und wir konnten die letzten entscheidenden Punkte machen. Endstand 3:1(23:25, 25:16, 26:24, 25:23)!!!!
Der Rest war nur noch Jubel! Der DJK hatte seine erste Feuerprobe bestanden. Wenn wir auch nicht immer geglänzt haben, so konnten wir wieder einmal kämpferisch und mit einer guten Abwehr überzeugen. Insbesondere unsere herausragende Annahme war an diesem Tag aber wohl der Schlüssel zum Erfolg, sie ermöglichte es uns dem guten Block der Weddinger den Zahn zu ziehen und dieses 6-Punkte-Spiel für uns zu entscheiden. Glücklich gingen wir in unsere verdiente Spielpause.

Im zweiten Spiel des Tages machte der TSV Wedding mit einem 3:0 kurzen Prozess mit der SG Fernsehen, die schon vor dem Spieltag die rote Laterne inne hatte.

Im dritten und letzen Spiel mussten wir nun unsererseits gegen das Schlusslicht der Liga ran. Mit etwas ausgedünntem Kader, da uns Henry, Christian und Andy, die ausschließlich für das wichtige erste Spiel angereist waren, verließen, mussten wir noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Wir starteten mit Marian als Diagonal, Chris und Stefan auf Außen, Thomas und Thomas auf Mitte und Johannes und Philipp auf Zuspiel und Libero. Gegen eine überforderte SG kamen wir zu einem ungefährdeten 3:0 Sieg (25:15, 25:14, 25.16).

Anschließend feierten wir ausgiebig unseren Spitzenplatz, den wir trotz des ersten Satzverlustes der Saison auch nach drei Spieltagen inne haben. Die Lokomotive Steglitz konnte auch von den ambitionierten Weddingern nicht gebremst werden. Wir sind gespannt, wie wir uns am nächsten Spieltag gegen den BVV IV und den TSV Lichtenberg schlagen.

Es spielten und unterstützten: Andy, Chris, Christian, Henry, Johannes, Marian, Markus, Philipp, Robin, Stefan, Thomas, Thomas

Zum Vormerken: Ende des Jahres, am 17.12., steht übrigens das Hin- und gleichzeitg Heimspiel gegen die zweite Spitzenmannschaft der Liga, Empor Brandenburger Tor, an. Ein Sieg in diesem Spiel könnte schon einen wirklich großer Schritt Richtung Aufstieg bedeuten. Tuuut Tuuuut!

Hier noch ein paar Highlights aus dem zweiten Spiel. Leider haben wir keine Aufnahmen vom Spitzenspiel des Tages. 🙁

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.